Ankommen – zuhause – glücklich

Stimmengewirr, Lachen und amerikanischer Jazz vom Band. Es ist kurz vor 22 Uhr und das halbe Dorf sitzt um uns herum und genießt das Abendessen. Mama mit Papa und Tochter am einen Tisch, die Großfamilie an einem anderen, eine große Gruppe aus Freunden mit Kindern am nächsten.

Unser Tisch ist mittlerweile übersäht mit Besteck, Gläsern und Brotkrümeln. Keiner stört sich an meiner kleinen Dame, die höchst konzentriert Wasser vom einen Glas ins nächste und wieder zurück kippt. Dabei schwappt immer wieder etwas auf die Tischdecke….egal. Es stört einfach keinen. Niemand schaut uns schräg an oder verlangt von uns Eltern, einzuschreiten. Ganz entspannt kann ich das Surren und Schwirren genießen, das ich immer fühle, wenn ich ankomme und entspanne.

Hier, in Mittelitalien, einem winzigen Dorf bei Arezzo komme ich an. Es ist vollkommen egal, dass ich Tourist bin. Keiner macht hier für mich eine Dose Extrawurst auf, keiner legt für mich goldenes Besteck aus. Ich bin einfach da. So, wie alle anderen auch. Natürlich merken alle, dass ich nicht von hier komme (nicht zuletzt an meinem schlechten Italienisch-Englisch-Sprach-Mix)…aber es kümmert eben keinen.

Ich sitze im einzigen Restaurant des Dorfes. Es gehört zu dem Campingplatz, auf dem wir unseren Wohnwagen geparkt haben. Unser mobiles Zuhause. Sowohl der Swimmingpool als auch der kleine Spielplatz werden von der Dorfgemeinschaft mit genutzt….und so ist hier einfach immer was los. Während die meisten Camper nach einem aufregenden Sightseeing-Tag unter sich bleiben, zieht es mich zu den Einheimischen.

Bereits in der Früh, geht es zum einzigen Tante-Emma-Laden im Ort. Hier heißt das „Alimentari“. Mit Händen und Füßen bestellen wir Brötchen und einen Espresso. Es wird gelacht, gerätselt und wieder spüre ich, dass ich entspanne. Während ich meinen Espresso genieße, lausche ich den Unterhaltungen. Die alte Dame erledigt ihre Besorgungen für den Tag. Alles kocht sie frisch. Immer. Warum die Menschen hier so alt werden, beantwortet sich von selbst.

Unsere kleine Dame wird überall freundlich begrüßt. Sie kann frei herumlaufen und wie von selbst taut sie auf. Fröhlich winkt sie allen Menschen. Ein liebevolles „Ciao“ kommt zurück und zaubert Kind und Erwachsenem ein Lächeln ins Gesicht.

Perfekt ist hier nichts…außer der Moment.

Zwei Orte auf diesem Planeten haben die Kraft, mich so zu erden. Wie und warum?! Keine Ahnung…. ist aber auch egal. Genau in diesem Moment – 23:18 Uhr – verebben langsam die Kinderstimmen. Langsam kommt auch hier alles zur Ruh.

Ich wünsche Euch allen, eben einen solchen Ort!

Karl und Erna, unsere neuen Gäste – mit Kindern das Gärtnern lernen

Mit „Karl“ und „Erna“ habe ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Schon immer wollte ich eigene Erdbeeren essen können – wie in meiner Kindheit – und Kapuzinerkresse finde ich einfach wunderschön (besonders als Tellerdeko zu einem liebevoll gekochten Gericht). Warum ich mir diesen Wunsch erst jetzt, mit Mitte 30 erfülle? Irgendwie kam immer etwas dazwischen und schon war die Jahreszeit vorbei.

Wichtig waren mir aber zwei Dinge:

Ich wollte hochwertige Pflanzensamen UND es muss eine Anleitung dabei sein….  😉 Ein wirkliches „Garten-Genie“ bin ich nämlich nicht. Jedes Jahr versuche ich mich an Küchenkräutern, deren Samen ich irgendwo als Giveaway bekommen habe … geworden ist daraus bisher nix. Im tollen Onlineshop von „margreblue“ bin ich dann fündig geworden (habe alles selbst bezahlt, nix gesponsert, aber für den Fall der Fälle: WERBUNG).

Warum das Ganze?

Zwar wurde ich auf dem Lande geboren und durfte dort 9 wundervolle Kinderjahre verbringen… doch die darauf folgenden Jahre in verschiedenen Großstädten haben das mühselig von meinem Vater bei mir angezüchtete botanische Wissen vernichtet. Heute habe ich selbst eine kleine Tochter. Zusammen mit Ihr lerne ich nun wieder das „Garteln“. Heute mit mehr Ruhe und Geduld als damals aber mir geht es auch gar nicht wirklich darum, ein Gartenprofi zu werden. Vielmehr ist es mir wichtig, dass meine Kleine von Beginn an lernt, woher ihre Lebensmittel kommen. Dass alles seine Zeit braucht um zu wachsen und wir darin eine wundervolle Aufgabe finden können.

In Zeiten der Milch aus Tetrapacks, Obst- und Gemüse in Plastikschalen oder geschälten Kartoffeln im Glas wünsche ich mir wieder mehr Bezug zur wahren Herkunft der Lebensmittel. Wie wohl die meisten Kinder, interessiert sich derzeit meine kleine Dame für alles, was Mama und Papa so tun. Das Leben und Arbeiten in der Natur bildet da keine Ausnahme. Mit Begeisterung wird der Hühnerstall geöffnet, Blümchen gepflanzt und das Dammwild gefüttert. Was mir fehlte, war der Bezug zu unseren Lebensmitteln.

Was ich nun gekauft habe

Wir starten also nun mit „Karl“ (=Kapuzienerkresse) und „Erna“ (=Erdbeere) in wundervollen Kork-Töpfen von margreblue. „Unsere Bio-Kräuter sind von sorgfältig ausgesuchter Bio-Qualität und garantieren Ihnen eine ebenso qualitativ hochwertige Ernte.“ so heißt es auf der Homepage. Die Korktöpfchen sind hübsch und nachhaltig.

Kosten: 21,40 € pro Topf (zzgl. Versand) . Inhalt: Topf aus Kork, Blähton, Samen, Substrat UND eine Beschreibung. Der Samen reicht locker für eine zweite Bepflanzung.

Fazit

Ich bin gespannt, ob wir mit unserem „Mini-Garten“ auf der Fensterbank Erfolg haben. Spaß hat es bereits jetzt gemacht und meine kleine Dame scheint ganz vernarrt in die Kork-Blumentöpfe 😉 Es ist wundervoll ein gemeinsames „Projekt“ zu haben. Sollte mein kleiner Schatz nach ihrer Mutter kommen, wird sie sich bald für andere Dinge interessieren, als für Blumen, Bäume und Sträucher … dann wird das so sein und es wird gut werden. Aber der Grundstein wurde gelegt und irgendetwas bleibt immer hängen … und wenn es eben erst wieder mit Mitte 30 zum Vorschein kommt.

 

„Aber das gute Geschirr lassen wir für Besuch“ – manches war früher eben doch nicht besser!

Ich stamme aus einer Familie, die sich nur selten mal was geleistet hat. Mein Papa hat immer viel gearbeitet – und tut es bis heute – meine Mama unterstützt ihn dabei. Während meiner Kinderzeit lebte meine Oma noch mit in unserem Haus bzw. unserer Wohnung. Sie war die Mama meiner Mama und sie sorgte oft für Stress. Als echte Diva ließ nie etwas auf sich sitzen und verstand es sehr gut, sich in Szene zu setzen. Koste es was es wolle … Ja, ich weiß, über Verstorbene soll man nicht schlecht reden. In ihrem Fall wäre allerdings alles andere eine Lüge, und lügen soll man ja nun auch nicht.

Meine Oma war stets darauf bedacht, vor anderen in einem guten Licht zu stehen. Ob es ihre Sucht nach Anti-Faltencremes war oder eben „das gute Geschirr/Besteck… die gute Butter“ … alles musste stets „besonders“ sein. Aber eben nicht für einen selbst, sondern um vor anderen zu glänzen.

Ihre Aussagen haben mich noch sehr lange geprägt.

Irgendwann zwischen meinem 4 und 8. Geburtstag hatte ich mitten in der Woche Geburtstag. Und so war es bei uns üblich, am darauf folgenden Wochenende zu feiern. Es wurden dann stets das halbe Dorf und Verwandschaft eingeladen (ob ich sie mochte oder nicht…). Ich wollte aber an diesem Wochentag auch einen besonderen Tag haben und begann den Frühstückstisch mit „dem guten Geschirr“ zu decken. Gleich intervenierte meine Oma entschieden und meinte „Das gute Geschirr lassen wir für Besuch.“ Mein Protest half nichts und so aßen wir wie üblich Frühstück.

Eigentlich nicht besonders schlimm … und doch macht es mich noch heute traurig.

Kein Mensch in meinem Leben wird länger bei mir sein, als ich selbst! Wer könnte also für mich wertvoller sein, als ich selbst? Natürlich würde ich für meine Tochter die Welt umdrehen, wenn es für sie wichtig wäre … doch ich muss in erster Linie dafür sorgen, dass es mir gut geht, damit ich das auch tun kann! Ich muss gesund sein, damit ich für mich und meine Lieben das Leben schön gestalten kann … oder zumindest meinen Beitrag dazu leisten kann.

Immer wieder höre ich auch heute noch: „Warum sollte ich für mich allein kochen? Bin doch nur ich.“, „Der Aufwand lohnt sich nicht für mich allein.“ oder „Warum sollte ich mich schminken, wenn es doch kein anderer sieht?“

WEIL IHR ES MÖCHTET! WEIL IHR SPAß DARAN HABT … WEIL ES EUCH GUT TUT!

Für mich sind genau solche Aussagen, die Folgen einer ähnlichen Erziehung, wie ich sie erlebt habe. Unsere Eltern und Großeltern haben das sicherlich nicht böse gemeint … sie stammten eben aus einer anderen Zeit. Oftmals aus einer Zeit des Mangels und Krieges. Sie selbst hatten es nicht anders gelernt. Daher ist dieser Post auch keine Anklage. Eher soll es ein Auftrag… ein AUFRUF sein:

„Feiert das Leben! Tut Euch Gutes!“

Warum? Weil es niemanden in Eurem Leben gibt, der länger bei Euch sein wird, als Ihr selbst! Unterbrecht den Kreislauf der „alten Gepflogenheiten“ und geht neue Wege. An einem ganz normalen Tag habt Ihr Lust auf ein besonderes Glas Wein? Fein, dann genießt es! Ihr wollt mal einen aufregenden Lippenstift bzw. Parfum oder besonderes Kleidungsstück ausprobieren, ohne, dass ein „besonderer Anlass“ besteht? Dann ist genau dieser Wille und dieser Tag der besondere Anlass und Ihr solltet es einfach tun!

FAZIT

Ich lebe nun schon eine ganze Weile nach genau diesem Konzept und es fällt mir auf, dass mein Alltag dadurch viel bunter geworden ist. Ich bin glücklich! Nicht immer benötige ich für meine „besonderen Momente“ Geld, manchmal reicht einfach nur ein schöner Teller, eine schöne Tasse um genau diesen Effekt zu erzielen. Ganz im Gegenteil… ich spare sogar Geld! Es gibt in meinem Haushalt nur noch ganz wenige Dinge, die nicht „besonders“ sind. Ich kann mich an allen Anschaffungen erfreuen und pflege sie, damit sie mir lange erhalten bleiben. Kaputtes  wird repariert (sofern möglich) und nicht einfach neu gekauft.

Traut Euch, Ihr seid es absolut wert!

SO bin ich gerne auf dem „Holzweg“

ICH GESTEHE … auch im Jahre 2018 zähle ich zu den Handzahnbürsten-Nutzern! 😉 Elektrische Zahnbürsten haben für mich ZWEI entscheidende Nachteile: Sie haben einen Akku, den ich aufladen muss (und das vergesse ich ständig) UND sie sind aus Plastik! Bevor es jetzt Kritik wie zum Beispiel „Aber Handzahnbürsten sind auch aus Plastik!“ hagelt:

Ja, normalerweise schon! ABER es gibt Alternativen!

Auf eine Alternative bin ich in der eve-Zeitschrift (im Bioladen Eures Vertrauens erhältlich) gestoßen. Ein kurzer Artikel stellte die Firma „Hydrophil“ (www.hydrophil.com) vor und versprach: „wasserneutral, vegan & fair“. Neugierig stöberte ich im Onlineportal der Firma und stellte dann außerdem erfreut fest, dass es eben diese Zahnbürsten auch auf  „https://shop.original-unverpackt.de“ zu kaufen gibt (ob am Standort in Berlin oder online, hier gibts tolle Produkte mit möglichst wenig Verpackung!).

Seither ist ein Monat vergangen und ich erlaube mir ein erstes Fazit

Das erste Putzen mit der neuen Zahnbrüste aus Bambus war sehr seltsam, denn obwohl die Stärke mit „medium“ bezeichnet wird, sind die Borsten deutlich weicher als die einer vergleichbaren „herkömmlichen“ Zahnbürste. Automatisch begann ich, achtsamer zu putzen! Ich wollte ja schließlich nicht zuviel Druck auf meine Zähne und das Zahnfleisch ausüben! Für mich ein entscheidender Vorteil (den ich wohl auch mit einer weichen Plastikbürsten erreicht hätte). Es fühlt sich für mich so an, als wären die Borsten deutlich flexibler und putzen daher besser am Zahnfleischrand.

Natürlich schmecke ich eine leichte Holznote im Mund, das empfinde ich jedoch nicht als störend. Das Stilende ist mit einer farblichen Beschichtung versehen, welche die Zuordnung erhleichtert UND verhindert, dass das Holz aufquillt, wenn die Zahnbürste hochkant im Putzbecher gelagert wird.

Besonders witzig: Es gibt auch Kinderzahnbürsten mit farbigen Borsten. Diese habe ich für unsere kleine Dame direkt mit bestellt und sie nutzt sie auch wirklich gerne. Sie hat nun mit ihren knapp 14 Monaten vier Zähnchen und beißt bisher eigentlich mehr auf den Borsten herum, als wirklich selbst zu putzen. Dies sieht man den Borsten allerdings überhaupt nicht an! Weder franst oder zerdrückt sich da etwas … die Qualität überzeugt mich absolut!

FAZIT

Die Qualität ist wirklich super und ein gutes Gefühl/Gewissen gibt es gratis dazu. Ich ganz persönlich freue mich über einen weiteren Pluspunkt: Weniger Zahnfleischbluten! Warum das so ist, weiß ich nicht. Aber es ist definitv bei mir besser geworden!

 

5 Tage fasten – eine köperliche und mentale Erfahrung

Als ich vor einigen Jahren das erste Mal versucht habe, während der üblichen Fastenzeit (zwischen Karneval und Ostern) auf selbst gewählte Dinge zu verzichten (Süßigkeiten, Fastfood, Kaffee) scheiterte ich kläglich. Nach drei Wochen saß ich heulend vor dem Kühlschrank – im Kampf mit meinem Herz und meinem Kopf. Was ich damals schon salopp formulierte ist mir jedoch erst jetzt – nach einer „erfolgreichen“ Fastenwoche – wirklich klar geworden.

„Ich bin halt ein Genussmensch und der braucht ab und an eine kleine Sünde.“

Nun ja, wie schon erwähnt, habe ich es dieses Jahr „geschafft“. Ich habe dabei nicht nur auf gewisse Lebens-/Genussmittel verzichtet, sondern gänzlich auf feste Nahrung und Kaffee. Als ich meinem Mann von diesem Plan erzählte fragte er übrigens, wo ich während dieser Zeit leben wolle…. 😉

Warum das alles?

Ich habe das Fasten gewählt, da ich nach meiner Schwangerschaft und der einjährigen Stillzeit etwas zur „Reinigung“ meines Körpers tun wollte. Nun ist wissenschaftlich belegt, dass es so etwas wie „Schlacke“ im Körper nicht gibt … und doch denke ich, dass eine gewisse „Reinigung“ eintritt, wenn man für einige Zeit mal viel trinkt und gewisse Lebensmittel vom Plan streicht.

Körper und Geist sollten die Gelegenheit bekommen, sich komplett frei machen zu können und die vergangene Zeit abschließen. Beide haben in der Vergangenheit ein Kind erschaffen, mit Leben erfüllt und ernährt – eine Höchstleistung.

Außerdem hatte ich festgestellt, dass ich gegenüber einigen Lebens- und Genussmitteln abgestumpft war. Der tägliche Cappuccino gehörte einfach zum Tag, darauf gefreut habe ich mich nicht mehr so richtig. Ähnlich erging es mir mit Schokolade. Ich aß sie einfach – wir reden hier jedoch von GENUSSmitteln (also Dingen, die genossen und zelebriert werden wollen!). Mal ganz ehrlich, wann hast Du das letzte Mal am Kaffee/Tee gerochen, bevor Du ihn getrunken hast? Oder das Stück Schokolade langsam auf der Zunge zergehen lassen? Bei mir war das lange her.

Und so lief es ab

Am 2. Februar 2018 legte ich zunächst mit einem „Detox-Shake“ zwei Mal täglich los. Ansonsten veränderte ich nichts. Der Shake besteht aus Zeolith und Flohsamenschalen … naja lecker ist anders. Wichtig dabei ist eigentlich nur, dass man beide Zutaten mit lauwarmen Wasser (200ml) mixt und trinkt. Auf keinen Fall abstellen, sofort trinken! Dann nochmals 300ml lauwarmes Wasser hinterher und das war es. Morgens und abends.

Am Aschermittwoch ging es dann mit den fünf „Entlastungstagen“ los. Also Tage mit gesunder Schonkost. Das klappte – bis auf zwei Ausnahmen – ganz gut … naja ich hatte mir einen grippalen Infekt eingefangen und mir war ohnehin nicht so nach essen.

Dann folgten fünf Fastentage. Für mich die größte Herausforderung.

Der erste Tag rannte an mir vorbei. Ich hatte weder Hunger noch Appetit. Fein! Tag zwei war da schon etwas kniffliger – aber auszuhalten! Kein Hunger aber etwas Appetit.

Am dritten Tag dann ging es los. ICH WOLLTE ESSEN! Zwar plagte mich (noch) nicht der Hunger ABER die Lust auf Essen! Wie gerne ich koche, abschmecke und improvisiere ist mir da erst wirklich klar geworden. Normalerweise öffne ich den Kühlschrank und dann geht das bunte Kochen los! Es ist keine Seltenheit, dass dann plötzlich ein 3-Gänge-Menü mit vielen Leckereien aber auch viel Gemüse und Obst vor mir steht! Und dabei ganz wichtig für mich: Ich liebe es für meine Familie zu kochen ABER ich koche auch für mich ganz allein sehr gerne! Oh diese Euphorie, wenn es ums Kochen geht, die war am dritten Tag spürbar – in all meinen Fasern! Natürlich wollte ich meine Familie nicht auch zum Fasten verdonnern, also kochte ich dennoch für sie – ohne abzuschmecken. Naja, sagen wir es so: Nicht allen hat es geschmeckt.

Tag 4: HUNGER! Vom frühen Morgen an hätte ich futtern können wie ein Weltmeister! Zwar knurrte mein Magen nicht aber schon der Geruch von Lebensmitteln machte mich wahnsinnig. Ja, ich roch wieder! Der Kaffee meines Mannes morgens duftete wieder! Die Mahlzeit meiner Tochter roch wieder intensiv nach ihren Zutaten … wunderbar! Das war es, was ich vermisst hatte! Warum es zuvor verloren ging, weiß ich nicht. Doch von jetzt an wurde es für mich schwer! Mein Kopf sagte: Du hast Dein Ziel erreicht, kannst jetzt aufhören. Mein Herz sagte: Du hast Dir nichts zu beweisen, hier ist kein Wettbewerb und Du hast es Dir verdient! Warum ich dennoch nicht aufgehört habe? Ich wollte wissen, was da noch kommt!

Der fünfte Tag dann war voller Erkenntnis und dem Wunsch, endlich das Fasten zu beenden! Jedoch der Reihe nach. Den ganzen Tag über hatte ich absolut keinen Hunger! ABER es war ein sehr trubeliger Tag. So, wie mein ganz normaler Alltag eben ist. Derzeit bereite ich meinen beruflichen Neustart vor und da stehen viele Termine an. Termine, die Spaß machen und meine volle Konzentration fordern. Außerdem bin ich Mama und Ehefrau in einer eher konservativen Familie. Ich bin sehr fein damit und liebe meine Aufgaben…. aber sie fordern eben auch! Was ich erkannte: Das Fasten hat mir geholfen, wieder mehr zu genießen ABER es passt nicht in meinen Alltag! Hier brauche ich Energie.

Außerdem zähle ich zu den Menschen, für die das Kochen und Essen zur Selbstfürsorge gehört. Nichts ist so wichtig wie gutes/gesundes Essen! Was wir zu uns nehmen hat direkt Auswirkung auf unser Leben, unsere Zellen, unseren Energiehaushalt und Wohlbefinden. Indem ich nicht mehr für mich gekocht habe fehlte mir ein großes Stück meiner Selbstfürsorge! Die übrige Zeit wollte/konnte ich auch nicht wirklich für andere Dinge verwenden. Ab der zweiten Hälfte der Fastenzeit wurde ich unruhig. Ich WOLLTE diese Zeit fürs Kochen und Essen verwenden.

Was ich noch bemerkt habe

Mir fehlt die Leichtigkeit. Normalerweise liebe ich es, mich für meine Tochter total zu blamieren. Verrückte Dinge tun, damit sie lacht und sich so richtig freuen kann. Genau dafür fehlte mir die Energie. Jeden Abend wollte ich unbedingt, dass sie endlich schläft. Ich wollte den Tag hinter mir haben und endlich die nächste Suppe oder den nächsten Saft trinken. Dabei fehlte mir natürlich die Geduld für kleine Spielchen oder schlechte Laune.

Fazit

Körperlich hat das Fasten sicherlich sehr positive Auswirkungen auf mich gehabt. Doch die mentalen Nebenwirkungen waren weniger schön. Es war gut, diese Fasten-Kur auszuprobieren und so viele Dinge über mich zu erfahren. Zu lernen, dass ich eigentlich satt bin, für mich aber mit dem Kochen und Essen ein wichtiges mentales Grundbedürfnis befriedigt wird.

Das Leben auf dem Prüfstand … und plötzlich ist alles anders

Vor der Geburt meiner Tochter war ich Sport süchtig. Sechs mal in der Woche ging es entweder zum Lauf- oder Krafttraining. Vier Marathon, einige Halbmarathon und etliche „kleineren Läufe“ zwischen 2011 und 2016. Man könnte sagen: Ich war topfit. Mehr noch, der Sport war mein Ventil für den Alltag. Regelmäßig powerte ich mich aus um mich wieder zu spüren. Während der Schwangerschaft dann der Wendepunkt: Recht bald konnte nicht mehr joggen. Das Krafttraining klappte nur noch mäßig, mir fehlte mein Ventil! Worüber sich vielleicht der ein oder andere freut, war für mich Stress pur!

Ich stürzte mich in die Arbeit. Im Betrieb standen gerade neue Projekte an und mein Engagement wurde gerne angenommen… bis zum ca. 7. Monat. Alles begann mit einer harmlosen Untersuchung. Es wurde eine kleine Verwachsung bei mir festgestellt, nichts Wildes. Von da an gab es jedoch keinen Tag mehr ohne Wehen und tiefe Müdigkeit. Zum Schluss verlor ich sogar deutlich an Gewicht – während der Schwangerschaft eben kein gutes Zeichen. Für mich war es immer wichtig, ein gutes Gefühl während der Schwangerschaft zu haben und das fehlte nun komplett. Die Kleine wurde immer unruhiger im Bauch, ich immer dünner und so entschloss ich mich zum Kaiserschnitt. Rückblickend eine der besten Entscheidungen.

Der Wendepunkt

Für fast jede Mutter ist die Geburt ihres Kindes wohl ein markanter Punkt im Leben. Zumindest bekomme ich immer wieder diesen Eindruck. Ich bilde da keine Ausnahme. In den ersten Wochen durchlebte ich ein wildes Gefühlschaos und stellte plötzlich meine bisherigen Ansichten heftig in Frage. Zunächst wehrte ich mich dagegen, doch das machte es noch schlimmer. Tagträume und Tränenausbrüche sind wirklich keine charmanten Alltagsbegleiter.

Auf dem Prüfstand

Zusammengefasst bestand mein Vor-Schwangerschafts-Alltag aus viel Arbeit, Workout bzw. Wettkampfvorbereitung und Kosmetik-Shopping. Mit einigen Freunden teilte ich meine Sport-Leidenschaft, mit den anderen das Shopping. Gesprächsthemen und jede Menge Spaß gab es immer! Susann immer mittendrin. … und dann findest Du Dich irgendwann im Wald wieder – die kleine Dame (2 Monate jung) schlummert sanft im Tragetuch vor Deiner Brust und plötzlich laufen die Tränen über Dein Gesicht … Dir wird klar, dass Dich der ganze SchnickSchnack nicht mehr interessiert.

„Das ist nur eine Phase. Das kommt wieder.“ …. mag sein, aber will ich das überhaupt?

Wer bist Du – Wer willst Du sein?

Bis zum Zeitpunkt der Geburt war ich davon ausgegangen, dass ich so weiter machen würde, wie bisher. Doch plötzlich fühlte sich der Gedanke seltsam an, jeden Sonntag 5 Uhr 3 Stunden durch den Wald zu laufen oder an fünf weiteren Tagen in der Woche mich mehrere Stunden im Training auszupowern. Davor natürlich 8-9 Stunden arbeiten … naja und die Kleine geht zur Tagesmutter. Ich möchte damit ausdrücklich nicht die Eltern schlechtreden, die das so tun! Es passte nur eben für MICH nicht. Mein bisheriger Lebensweg war gut, wie er eben GEWESEN WAR …

Diese Einstellung bedeutete jedoch auch, dass plötzlich alles, was mich vorher ausgemacht hat weg war! Automatisch lösten sich einige Freundschaften bzw. distanzierten sich etwas. Von da an nahm alles seinen Lauf … Kinder sind wie kleine Spiegel. Ihr Verhalten, ihre Angewohnheiten, Ängste und Vorurteile haben zumindest ihren Ursprung bei uns Erwachsenen. Später machen die Kleinen dann selbst etwas daraus aber die Basis legen wir. Was also, möchte ich meiner Tochter vorleben?

Als ich begann, mein bisheriges Leben zu sortieren, fiehl mir auf, wie viel Lippenstifte, Nagellacke und Lidschatten ich besaß. Teuerste Marken waren darunter. „Wieviel Tierleid liegt jetzt wohl vor mir?“ Ich begann online zu recherchieren und war schockiert.

WIR SIND HIER AUF DIESER ERDE NUR ZU GAST! Warum benehmen wir uns also, als gehöre uns alles? Wir verbrauchen und verwüsten. Wir benutzen und zerstören. UND: Wir verschwenden uns selbst. Das hat für mich rein gar nichts mit Selbstbewusstsein, Unabhängigkeit und Freiheit gemeinsam! Eher genau das Gegenteil! Wir definieren uns über die neuste Kleidung, das ausgefallenste Make-Up und das schnellste Auto. Abhängigkeit pur.

Wofür ich heute stehe – und was Ihr hier künftig erwarten dürft

  • Faire, moderne Mode, tierversuchsfreie Kosmetik, weniger Plastik im Alltag
  • große und kleine Gedanken einer „Workingmom“
  • Alltagstaugliche Tipps für einen gesünderen Lebensstil

So geht es weiter

In der Zeit der Schwangerschaft und des Stillens hat mein Körper oft nicht die Aufmerksamkeit erhalten, die er verdient hätte. Schließlich hat er dieses wunderbare Geschöpf geschaffen und ernährt, welches gerade jetzt – wo ich diese Zeilen schreibe –  friedlich in seinem Bettchen schlummert. Daher widme ich den Februar 2018 einer kleinen „Detox“- und „Selbstfürsorge“-Kur um dann frisch in den März und einen neuen Lebensabschnitt zu starten … denn ab März geht es für mich zurück ins Berufsleben (mit neuen spannenden Aufgaben *freu*).

Fazit

Es lohnt sich, ab und an die eigenen Überzeugungen, Lebensweisen und Taten auf den Prüfstand zu stellen. Traut Euch!!

Lieber Leser, danke, dass Du Dir bis hierhin Zeit genommen hast! Vielleicht stehst Du gerade selbst an einem Wendepunkt und suchst Impulse für eine neue Zeit. Wenn ja, dann hoffe ich, Du bist hier fündig geworden. Möglicherweise ist es auch interessant für Dich, wie ich mit Hilfe einer kleinen „Detox“- und „Selbstfürsorge“-Kur den Übergang in eine neue Zeit geschaffen habe. Schaue daher gerne regelmäßig vorbei, denn  ich werde berichten. 🙂

Zeit haben … oder Zeit nicht haben… das ist hier die Frage

Seit Wochen hänge ich nun an diesem Post. Es soll um die Zeit gehen. Um die Zeit, die die meisten Menschen mit Plänen und Listen (ich bin ein bekennender To-Do-Listen-Verweigerer) verbringen. Damit, die Welt zu sortieren und immer noch mehr Projekte zu erledigen. Stillstand bedeutet Rückschritt … Wer rastet, der rostet… etc. Es sollte darum gehen, sich fürs „Nichtstun“ mal Zeit zu nehmen. Denn wir haben Zeit! Jeden Tag aufs neue. Doch wir setzen unsere Prioritäten meist so, dass wir unsere Zeit für andere/“wichtigere“ Dinge verwenden.

Im Job übernehmen wir auch noch das dritte Projekt in der Woche – man muss ja zeigen, was man kann! Außerdem ist es in unserer Berufswelt auch immer wieder notwendig geworden, sich zu beweisen. Die Angst, den Job zu verlieren ist einfach zu groß. Und dass, obwohl ein Mitarbeiter, der entspannt seiner Arbeit nachgehen kann – ganz ohne Zukunftsängste – meist die besten Ergebnisse bringt. So ist es zumindest bei mir und vielen Menschen, die ich kenne.

Naja und im Urlaub wollen wir dann die Welt sehen. Fünf Städte in drei Tagen. Hier noch eine Safari und da noch ein Tauchausflug. Party. Und dann ganz wichtig: SHOPPING! Fürs „Nichtstun“ bleibt da keine Zeit übrig. Sich hinsetzen und gnadenlos Löcher in die Luft starren. Den eigenen Gedanken mal zuhören (und sich wundern, was die so alles von sich geben…), das Rauschen in den Ohren mal wieder wahrnehmen und sonst nichts.

Ich frage mich, ob es die Kenntnis unserer eigenen Vergänglichkeit ist, die uns so umtreibt. Als wäre das Leben kürzer, wenn man nur ein wenig lansamer voranschreiten. Als würden wir wichtige Dinge verpassen, wenn wir sie nur etwas langsamer angehen. … ist nicht meist das Gegenteil der Fall?! Allerdings werde ich an dieser Stelle nicht die Menschen glorifizieren, die zu Lasten anderer langsamer bzw. gar nicht voranschreiten! Dies hat für mich nichts mit erholsamen Nichtstun zu tun, vielmehr mit achtlosem und respektlosem Verhalten!

Tja, darum sollte es eigentlich gehen … aber was soll ich sagen … ich wollte mir dafür einfach keine Zeit nehmen! Derzeit durchlebt die kleine Dame den nächsten Entwicklungssprung und das ist verdammt spannend! Neue Gesichtszüge entwickeln sich, ihre Gestik und Mimik werden feiner. Sie äußert schon deutlich, was sie mag und was nicht. Kommunikation, die ich verstehe! Ach herrlich. Ich verbringe so manche Minute damit, sie einfach nur zu beobachten (und freue mich dann riesig, wenn sie es bemerkt und mich spontan ganz feste in den Arm nimmt… hach….).

… und da soll ich dann einfach aufstehen und mich an den PC klemmen um diesen Text zu schreiben? Nein, sorry. So, und daher endet dieser Text hier schon… denn es ist spät und nun ist mir nur noch eines wichtig: SCHLAF. Denn auch während dieses Entwicklungssprungs sind die Nächte wieder unruhiger.

Mein Fazit

Zeit haben wir alle! Wofür wir sie verwenden, liegt bei uns!

 

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