Ankommen – zuhause – glücklich

Stimmengewirr, Lachen und amerikanischer Jazz vom Band. Es ist kurz vor 22 Uhr und das halbe Dorf sitzt um uns herum und genießt das Abendessen. Mama mit Papa und Tochter am einen Tisch, die Großfamilie an einem anderen, eine große Gruppe aus Freunden mit Kindern am nächsten.

Unser Tisch ist mittlerweile übersäht mit Besteck, Gläsern und Brotkrümeln. Keiner stört sich an meiner kleinen Dame, die höchst konzentriert Wasser vom einen Glas ins nächste und wieder zurück kippt. Dabei schwappt immer wieder etwas auf die Tischdecke….egal. Es stört einfach keinen. Niemand schaut uns schräg an oder verlangt von uns Eltern, einzuschreiten. Ganz entspannt kann ich das Surren und Schwirren genießen, das ich immer fühle, wenn ich ankomme und entspanne.

Hier, in Mittelitalien, einem winzigen Dorf bei Arezzo komme ich an. Es ist vollkommen egal, dass ich Tourist bin. Keiner macht hier für mich eine Dose Extrawurst auf, keiner legt für mich goldenes Besteck aus. Ich bin einfach da. So, wie alle anderen auch. Natürlich merken alle, dass ich nicht von hier komme (nicht zuletzt an meinem schlechten Italienisch-Englisch-Sprach-Mix)…aber es kümmert eben keinen.

Ich sitze im einzigen Restaurant des Dorfes. Es gehört zu dem Campingplatz, auf dem wir unseren Wohnwagen geparkt haben. Unser mobiles Zuhause. Sowohl der Swimmingpool als auch der kleine Spielplatz werden von der Dorfgemeinschaft mit genutzt….und so ist hier einfach immer was los. Während die meisten Camper nach einem aufregenden Sightseeing-Tag unter sich bleiben, zieht es mich zu den Einheimischen.

Bereits in der Früh, geht es zum einzigen Tante-Emma-Laden im Ort. Hier heißt das „Alimentari“. Mit Händen und Füßen bestellen wir Brötchen und einen Espresso. Es wird gelacht, gerätselt und wieder spüre ich, dass ich entspanne. Während ich meinen Espresso genieße, lausche ich den Unterhaltungen. Die alte Dame erledigt ihre Besorgungen für den Tag. Alles kocht sie frisch. Immer. Warum die Menschen hier so alt werden, beantwortet sich von selbst.

Unsere kleine Dame wird überall freundlich begrüßt. Sie kann frei herumlaufen und wie von selbst taut sie auf. Fröhlich winkt sie allen Menschen. Ein liebevolles „Ciao“ kommt zurück und zaubert Kind und Erwachsenem ein Lächeln ins Gesicht.

Perfekt ist hier nichts…außer der Moment.

Zwei Orte auf diesem Planeten haben die Kraft, mich so zu erden. Wie und warum?! Keine Ahnung…. ist aber auch egal. Genau in diesem Moment – 23:18 Uhr – verebben langsam die Kinderstimmen. Langsam kommt auch hier alles zur Ruh.

Ich wünsche Euch allen, eben einen solchen Ort!

Rezepte Rezepte Rezepte

Danke für die schönen Rückmeldungen unter dem Insta-Post über die Gerichte aus meiner Gemüsebox 🙂 Könnte ich dann ja glatt eine Serie draus machen … mal gucken.

Hier gibt es nun aber mal die gewünschten Rezpte:

  1. Gemüsepizza mit Dinkel-Roggenteig
    Für den Teig knetet Ihr 280 Gramm Dinkelmehl (Typ 630) und 70 Gramm Roggenvollkornmehl mit 200 ml Wasser, 20 ml Olivenöl, 1/2 TL Salz, einer Prise Zucker und einem halben Hefewürfel gründlich zusammen (ich benutze eine Küchenmaschine. Solltet Ihr von Hand kneten, lohnt es sich eventuell einen Vorteig anzusetzen) und rollt ihn sorgsam auf einem Blech aus (kleiner Tipp: Hefeteig am besten mit den Händen in die gewünschte Form ziehen oder nach dem Ausrollen an einigen Stellen einpieksen). Dann 1 Stunde abgedeckt stehen lassen.
    Dann schwitzt Ihr ca. 1 – 2 gehäufte EL Tomatenmark in einem Topf an und gießt etwas Wasser darauf. Abschmecken mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, etwas Sojamilch (gegen die Säure) und TK-Kräutern. Die Paste etwas abkühlen lassen, dann den Teig damit bestreichen und wie folgt belegen: Zucchini-Scheiben, Paprika-Schnitze, Möhrenraspel und vegane Käsescheiben. Nach dem Backen ein paar gehakte Bärlauchblätter darauf verteilen.
    190°C vorgeheizter Backofen (Umluft), ca. 20 Minuten (im Auge behalten!)
  2. Nudeln in Kokos-Tomaten-Sauce mit Möhren und Paprika
    Nudeln wie gewohnt kochen. 1 große Möhre in feine Scheiben schneiden, 1 große rote Paprika fein würfeln. Beides zusammen mit einer fein geschnittenen Frühlingszwiebel in etwas Kokosöl anschwitzen. 1 Dose Kokosmilch dazugeben. Würzen mit etwas Brühpaste (welche ich nutze schreibe ich noch in einem gesonderten Blogbeitrag), Pfeffer, wenig Salz, Curry und Kurkuma. Wer es scharf mag, nimmt noch Cayenne-Pfeffer dazu. Dann 1-2 EL Tomatenmark dazu geben, aufkochen lassen und final abschmecken. Nudeln dazugeben.
  3. Tofu-Pilz-„Geschnetzeltes“ auf Naturreis
    Reis wie gewohnt kochen. 1 Frühlingszwiebel fein schneiden und den weißen Teil in etwas Öl zusammen mit einem kleinen Stück gepressten Knoblauch andünsten. 1 Tofu-Block würfeln, ca. 200 gr. Champignons grob schneiden und beides dazu geben. Alles zusammen anbraten lassen und anschließend mit einem guten Schuß Sojamilch ablöschen. Es sollte eben soviel sein, dass Ihr genügend Sauce für den Reis habt. Würzen mit Brühpaste, wenig Salz, Pfeffer, Muskat. TK-Kräutermischung dazu geben und ggf. mit etwas Stärke-Wasser-Mix andicken (falls nötig). Den grünen Teil der Frühlingszwiebel kurz vor dem Servieren dazu geben.
  4. Gebackener Blumenkohl in Curry-Kurkuma-Marinade
    Blumenkohl vom Grün befreien, waschen und in kleine Röschen zerteilen. Eine große Schüssel nehmen und darin 2-3 EL Kokosöl, ca. je 1/2 TL Curry und Kurkuma hinzugeben. Etwas Salz und Cayenne-Pfeffer dazu. Gut mixen. Blumenkohl in die Schüssel mit der Marinade geben, einen passenden Teller(o. ä.) darauf legen und kräftig schütteln (GUT FESTHALTEN !!!! ;-)) Alles auf ein Backblech geben.
    180°c vorgeheizter Backofen, ca. 20 Minuten (nach 15 Minuten vegane Käsescheiben darauf verteilen und den Backofen ausstellen aber direkt wieder schließen! (Backzeit hängt von der Beschaffenheit des Blumenkohls ab, bitte ein Auge darauf haben).
  5. Gemüse-Bratlinge mit Salat, Süßkartoffelecken und veganer Mayo
    Das Mayo-Rezept habe ich von der lieben Andrea von „oh lala & so lala“ (toller youtube-Kanal mit vielen inspierierenden Rezepten). Es ist echt der Hammer! Die einzige Abwandlung ist: Ich hatte keine Flohsamenschalen zu Hause und habe stattdessen selbst gemörserte Leinsamen genommen und zum Schluss noch Kräuter hinzgefügt.
    Die Süßkartoffeln habe ich in längliche Spalten geschnitten und in einer Marinade aus Olivenöl, Kurkuma, Salz und Cayenne-Pfeffer gewälzt (wie beim Rezept oben).
    180°C vorgeheizter Backofen, ca. 20 Minuten
    Für die Gemüsebratlinge nehmt Ihr abgetropfte Kichererbsen (das Abtropfwasser heißt Aqua Faba und wird für die Herstellung der Mayo gebraucht). Presst etwas Knoblauch und schneidet eine kleine Zwiebel in grobe Stücke. Beides bratet ihr etwas an und gebt es mit den Kichererbsen in eine Küchenmaschine. Dazu kommt noch Tomatenmark, Salz, Pfeffer, Kurkuma und ein paar Kräutern (ich nehme immer einen TK-Mix). Alles fein mixen und dann die Konsistenz prüfen. Wenn der Teig sich nicht gut formen lässt, weil er zu feucht ist, gebt EL-weise Haferflocken hinzu, bis es passt. Ist er zu trocken, gebt entweder Olivenöl oder Kokosöl dazu. Eventuell würzt Ihr dann nochmal etwas nach. Dann locker anbraten (geht fix).
    Der Salat ist ganz bunt und besteht aus Blattsalat, Möhre, Radieschen, Mais und Sprossen mit einem Olivenöl-/Apfelessig-/Ahornsirup-Dressing mit Salz, Pfeffer und TK-Kräutern

So und das war es auch schon. Es war alles kein Hexenwerk und relativ schnell zubereitet.  Ich gebe zu, dass das mir hier gar nicht leicht fiehl, da ich meine Kochexperimente nie aufschreibe. Grundsätzlich gilt:

– Bitte achtet auf Eure Unverträglichkeiten!
– Immer sauber arbeiten, gilt sowohl für Besteck und Teller als auch für die Zutaten!
– Das Gelingen hängt immer auch von den Zutaten und Materialien ab! Seid daher immer bei der Zugabe von zusätzlichen Gewürzen, der angegebenen Back-/Kochzeit oder Mengenangaben der einzelnen Zutaten aufmerksam.

Viel Spaß!

Karl und Erna, unsere neuen Gäste – mit Kindern das Gärtnern lernen

Mit „Karl“ und „Erna“ habe ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Schon immer wollte ich eigene Erdbeeren essen können – wie in meiner Kindheit – und Kapuzinerkresse finde ich einfach wunderschön (besonders als Tellerdeko zu einem liebevoll gekochten Gericht). Warum ich mir diesen Wunsch erst jetzt, mit Mitte 30 erfülle? Irgendwie kam immer etwas dazwischen und schon war die Jahreszeit vorbei.

Wichtig waren mir aber zwei Dinge:

Ich wollte hochwertige Pflanzensamen UND es muss eine Anleitung dabei sein….  😉 Ein wirkliches „Garten-Genie“ bin ich nämlich nicht. Jedes Jahr versuche ich mich an Küchenkräutern, deren Samen ich irgendwo als Giveaway bekommen habe … geworden ist daraus bisher nix. Im tollen Onlineshop von „margreblue“ bin ich dann fündig geworden (habe alles selbst bezahlt, nix gesponsert, aber für den Fall der Fälle: WERBUNG).

Warum das Ganze?

Zwar wurde ich auf dem Lande geboren und durfte dort 9 wundervolle Kinderjahre verbringen… doch die darauf folgenden Jahre in verschiedenen Großstädten haben das mühselig von meinem Vater bei mir angezüchtete botanische Wissen vernichtet. Heute habe ich selbst eine kleine Tochter. Zusammen mit Ihr lerne ich nun wieder das „Garteln“. Heute mit mehr Ruhe und Geduld als damals aber mir geht es auch gar nicht wirklich darum, ein Gartenprofi zu werden. Vielmehr ist es mir wichtig, dass meine Kleine von Beginn an lernt, woher ihre Lebensmittel kommen. Dass alles seine Zeit braucht um zu wachsen und wir darin eine wundervolle Aufgabe finden können.

In Zeiten der Milch aus Tetrapacks, Obst- und Gemüse in Plastikschalen oder geschälten Kartoffeln im Glas wünsche ich mir wieder mehr Bezug zur wahren Herkunft der Lebensmittel. Wie wohl die meisten Kinder, interessiert sich derzeit meine kleine Dame für alles, was Mama und Papa so tun. Das Leben und Arbeiten in der Natur bildet da keine Ausnahme. Mit Begeisterung wird der Hühnerstall geöffnet, Blümchen gepflanzt und das Dammwild gefüttert. Was mir fehlte, war der Bezug zu unseren Lebensmitteln.

Was ich nun gekauft habe

Wir starten also nun mit „Karl“ (=Kapuzienerkresse) und „Erna“ (=Erdbeere) in wundervollen Kork-Töpfen von margreblue. „Unsere Bio-Kräuter sind von sorgfältig ausgesuchter Bio-Qualität und garantieren Ihnen eine ebenso qualitativ hochwertige Ernte.“ so heißt es auf der Homepage. Die Korktöpfchen sind hübsch und nachhaltig.

Kosten: 21,40 € pro Topf (zzgl. Versand) . Inhalt: Topf aus Kork, Blähton, Samen, Substrat UND eine Beschreibung. Der Samen reicht locker für eine zweite Bepflanzung.

Fazit

Ich bin gespannt, ob wir mit unserem „Mini-Garten“ auf der Fensterbank Erfolg haben. Spaß hat es bereits jetzt gemacht und meine kleine Dame scheint ganz vernarrt in die Kork-Blumentöpfe 😉 Es ist wundervoll ein gemeinsames „Projekt“ zu haben. Sollte mein kleiner Schatz nach ihrer Mutter kommen, wird sie sich bald für andere Dinge interessieren, als für Blumen, Bäume und Sträucher … dann wird das so sein und es wird gut werden. Aber der Grundstein wurde gelegt und irgendetwas bleibt immer hängen … und wenn es eben erst wieder mit Mitte 30 zum Vorschein kommt.

 

Wunderschön und frei von Tierleid … Kosmetik von NUI

Kann man sich in einen Mascara bzw. einen Lippenstift verlieben? JA! Für mich gibt es da neben der Hautverträglichkeit noch folgende Kriterien:

  • Frei von Tierleid / vegan
  • Möglichst ohne synthetische Inhaltsstoffe
  • Textur
  • Duft
  • Anwendbarkeit
  • Aussehen/Finish

Wenn dazu noch der Preis gerechtfertigt ist, dann passt für mich alles.

NUI cosmetics? JA, NUI cosmetics!

Über Instagram bin ich auf die Marke der Firma Savue gestoßen. Ein Unternehmen aus Berlin, das sich besonderer Nischen- Naturkosmetik verschrieben hat (www.savuebeauty.com).

Meine Bestellung

Ein Mascara sollte es bei mir sein und dazu habe ich ein Testkit bestellt. Darin waren dann jeweils kleine Proben von einem Lippenstift, einer Foundation sowie einem Blush. Bestellbar ist dieses jedoch nur in Verbindung mit einem Produkt in Originalgröße.

Das Ergebnis

Der Mascara lässt sich super leicht auftragen  und auch mehrere Lagen verklumpen nicht. Über den Tag hinweg verwischt nur sehr wenig. Damit ich nicht irgendwann einem Pandabären Konkurenz mache, muss ich eigentlich meine Wimpern immer gründlich abpudern. Hier ist das nicht nötig, der Mascara hält auch so. Das natürliche Braun gefällt mir sehr.

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Der Lippenstift liegt sanft auf den Lippen und kurz nach dem Auftragen vergesse ich auch schon, dass ich welchen trage. Er ist leicht matt und unterstreicht wundervoll meine natürliche Lippenfarbe. Die Haltbarkeit ist gut.

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Das cremige Blush ist leider zu rosa für mich. Jedoch lässt es sich einfach auftragen und verreiben. Sobald mein aktuelles Blush aufgebraucht ist, werde ich mich mit den weiteren Farben bei NUI beschäftigen.

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Die Foundation mattiert, was ich persönlich nicht mag. Sie verschmilzt jedoch komplett mit der Haut ohne zu verstopfen. Nach dem Auftragen spürt man die Foundation gar nicht mehr. Sehr natürlich.

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Für alle Produkte gilt: Der Duft ist sanft und lange wahrnehmbar. Ich selbst mag das. Wer sich hier nicht sicher ist, bestellt sich einfach das Testkit und probiert einfach aus. Bereits beim ersten Kontakt vermitteln die Produkte absolute Hochwertigkeit.

Die Kosten

7,5ml Mascara kosten 17,90 EUR und das Testkit 6,- EUR.

Viel Geld. Allerdings überzeugt mich das Testkit von der Sparsamkeit der Produkte. Die kleinen Proben reichen locker für mehrere Anwendungen!

Mein Fazit

Die Produkte sind für mich ihr Geld wert! Sie lassen sich toll auftragen, duften angenehm und ich vertrage sie auf meiner sehr sensiblen Haut. Ich werde nun nach einer nicht mattierenden Foundation von NUI recherchieren und hoffe auf eine baldige Antwort vom Kundenservice. Tolle Produkte!

„Aber das gute Geschirr lassen wir für Besuch“ – manches war früher eben doch nicht besser!

Ich stamme aus einer Familie, die sich nur selten mal was geleistet hat. Mein Papa hat immer viel gearbeitet – und tut es bis heute – meine Mama unterstützt ihn dabei. Während meiner Kinderzeit lebte meine Oma noch mit in unserem Haus bzw. unserer Wohnung. Sie war die Mama meiner Mama und sie sorgte oft für Stress. Als echte Diva ließ nie etwas auf sich sitzen und verstand es sehr gut, sich in Szene zu setzen. Koste es was es wolle … Ja, ich weiß, über Verstorbene soll man nicht schlecht reden. In ihrem Fall wäre allerdings alles andere eine Lüge, und lügen soll man ja nun auch nicht.

Meine Oma war stets darauf bedacht, vor anderen in einem guten Licht zu stehen. Ob es ihre Sucht nach Anti-Faltencremes war oder eben „das gute Geschirr/Besteck… die gute Butter“ … alles musste stets „besonders“ sein. Aber eben nicht für einen selbst, sondern um vor anderen zu glänzen.

Ihre Aussagen haben mich noch sehr lange geprägt.

Irgendwann zwischen meinem 4 und 8. Geburtstag hatte ich mitten in der Woche Geburtstag. Und so war es bei uns üblich, am darauf folgenden Wochenende zu feiern. Es wurden dann stets das halbe Dorf und Verwandschaft eingeladen (ob ich sie mochte oder nicht…). Ich wollte aber an diesem Wochentag auch einen besonderen Tag haben und begann den Frühstückstisch mit „dem guten Geschirr“ zu decken. Gleich intervenierte meine Oma entschieden und meinte „Das gute Geschirr lassen wir für Besuch.“ Mein Protest half nichts und so aßen wir wie üblich Frühstück.

Eigentlich nicht besonders schlimm … und doch macht es mich noch heute traurig.

Kein Mensch in meinem Leben wird länger bei mir sein, als ich selbst! Wer könnte also für mich wertvoller sein, als ich selbst? Natürlich würde ich für meine Tochter die Welt umdrehen, wenn es für sie wichtig wäre … doch ich muss in erster Linie dafür sorgen, dass es mir gut geht, damit ich das auch tun kann! Ich muss gesund sein, damit ich für mich und meine Lieben das Leben schön gestalten kann … oder zumindest meinen Beitrag dazu leisten kann.

Immer wieder höre ich auch heute noch: „Warum sollte ich für mich allein kochen? Bin doch nur ich.“, „Der Aufwand lohnt sich nicht für mich allein.“ oder „Warum sollte ich mich schminken, wenn es doch kein anderer sieht?“

WEIL IHR ES MÖCHTET! WEIL IHR SPAß DARAN HABT … WEIL ES EUCH GUT TUT!

Für mich sind genau solche Aussagen, die Folgen einer ähnlichen Erziehung, wie ich sie erlebt habe. Unsere Eltern und Großeltern haben das sicherlich nicht böse gemeint … sie stammten eben aus einer anderen Zeit. Oftmals aus einer Zeit des Mangels und Krieges. Sie selbst hatten es nicht anders gelernt. Daher ist dieser Post auch keine Anklage. Eher soll es ein Auftrag… ein AUFRUF sein:

„Feiert das Leben! Tut Euch Gutes!“

Warum? Weil es niemanden in Eurem Leben gibt, der länger bei Euch sein wird, als Ihr selbst! Unterbrecht den Kreislauf der „alten Gepflogenheiten“ und geht neue Wege. An einem ganz normalen Tag habt Ihr Lust auf ein besonderes Glas Wein? Fein, dann genießt es! Ihr wollt mal einen aufregenden Lippenstift bzw. Parfum oder besonderes Kleidungsstück ausprobieren, ohne, dass ein „besonderer Anlass“ besteht? Dann ist genau dieser Wille und dieser Tag der besondere Anlass und Ihr solltet es einfach tun!

FAZIT

Ich lebe nun schon eine ganze Weile nach genau diesem Konzept und es fällt mir auf, dass mein Alltag dadurch viel bunter geworden ist. Ich bin glücklich! Nicht immer benötige ich für meine „besonderen Momente“ Geld, manchmal reicht einfach nur ein schöner Teller, eine schöne Tasse um genau diesen Effekt zu erzielen. Ganz im Gegenteil… ich spare sogar Geld! Es gibt in meinem Haushalt nur noch ganz wenige Dinge, die nicht „besonders“ sind. Ich kann mich an allen Anschaffungen erfreuen und pflege sie, damit sie mir lange erhalten bleiben. Kaputtes  wird repariert (sofern möglich) und nicht einfach neu gekauft.

Traut Euch, Ihr seid es absolut wert!

SO bin ich gerne auf dem „Holzweg“

ICH GESTEHE … auch im Jahre 2018 zähle ich zu den Handzahnbürsten-Nutzern! 😉 Elektrische Zahnbürsten haben für mich ZWEI entscheidende Nachteile: Sie haben einen Akku, den ich aufladen muss (und das vergesse ich ständig) UND sie sind aus Plastik! Bevor es jetzt Kritik wie zum Beispiel „Aber Handzahnbürsten sind auch aus Plastik!“ hagelt:

Ja, normalerweise schon! ABER es gibt Alternativen!

Auf eine Alternative bin ich in der eve-Zeitschrift (im Bioladen Eures Vertrauens erhältlich) gestoßen. Ein kurzer Artikel stellte die Firma „Hydrophil“ (www.hydrophil.com) vor und versprach: „wasserneutral, vegan & fair“. Neugierig stöberte ich im Onlineportal der Firma und stellte dann außerdem erfreut fest, dass es eben diese Zahnbürsten auch auf  „https://shop.original-unverpackt.de“ zu kaufen gibt (ob am Standort in Berlin oder online, hier gibts tolle Produkte mit möglichst wenig Verpackung!).

Seither ist ein Monat vergangen und ich erlaube mir ein erstes Fazit

Das erste Putzen mit der neuen Zahnbrüste aus Bambus war sehr seltsam, denn obwohl die Stärke mit „medium“ bezeichnet wird, sind die Borsten deutlich weicher als die einer vergleichbaren „herkömmlichen“ Zahnbürste. Automatisch begann ich, achtsamer zu putzen! Ich wollte ja schließlich nicht zuviel Druck auf meine Zähne und das Zahnfleisch ausüben! Für mich ein entscheidender Vorteil (den ich wohl auch mit einer weichen Plastikbürsten erreicht hätte). Es fühlt sich für mich so an, als wären die Borsten deutlich flexibler und putzen daher besser am Zahnfleischrand.

Natürlich schmecke ich eine leichte Holznote im Mund, das empfinde ich jedoch nicht als störend. Das Stilende ist mit einer farblichen Beschichtung versehen, welche die Zuordnung erhleichtert UND verhindert, dass das Holz aufquillt, wenn die Zahnbürste hochkant im Putzbecher gelagert wird.

Besonders witzig: Es gibt auch Kinderzahnbürsten mit farbigen Borsten. Diese habe ich für unsere kleine Dame direkt mit bestellt und sie nutzt sie auch wirklich gerne. Sie hat nun mit ihren knapp 14 Monaten vier Zähnchen und beißt bisher eigentlich mehr auf den Borsten herum, als wirklich selbst zu putzen. Dies sieht man den Borsten allerdings überhaupt nicht an! Weder franst oder zerdrückt sich da etwas … die Qualität überzeugt mich absolut!

FAZIT

Die Qualität ist wirklich super und ein gutes Gefühl/Gewissen gibt es gratis dazu. Ich ganz persönlich freue mich über einen weiteren Pluspunkt: Weniger Zahnfleischbluten! Warum das so ist, weiß ich nicht. Aber es ist definitv bei mir besser geworden!

 

Faire Taschen machen doppelt glücklich

Taschen… die wahren Alleskönner! Sie verstauen – gefühlt – einen halben Hausstand, lassen die am Buffet aufgefüllten Vorratsdosen prima verschwinden und sind ein adäquater Shopping-Ersatz, wenn mal wieder keine passenden Schuhe zu finden sind…. 😉 So, damit haben wir gleich zu Beginn alle Klischees bedient 😉

Wer sich jedoch schon einmal mit einer (viel zu kleinen) Handtasche, einem Beutel (für alles,  was nicht in die Handtasche passte), einer Wickeltasche und einem MaxiCosy (inkl Kind) bepackt, den Weg vom Auto zur Krabbelgruppe bahnen musste, der weiß, wie unverzichtbar eine richtig gute Tasche ist! Für mich muss sie praktisch sein, darf nicht zu viele kleine Staufächer haben und sollte das innere Volumen eines amerikanischen Kühlschrankes haben … und dabei schlicht aussehen. Diese Kriterien machen das Finden eines passenden Alltagshelfers schon nicht einfach … allerdings sollten beim Kauf dieses Mal noch ein paar – für mich – wichtige Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Fair gehandelte Rohstoffe
  • Ökologisch
  • sozial-transparente Produktion

Warum?

Viel zu oft leben und konsumieren wir hier auf Kosten der Arbeiter in beispielsweise Indien. Die Menschen dort bekommen oft nur ein winziges Gehalt und arbeiten mehr als 10 Stunden am Tag. Pausen, Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall? Fehlanzeige. Bei Krankheit droht sogar Verlust des Arbeitsplatzes und damit noch bittere Armut als zuvor.

Was ich jedoch daran noch perfider finde ist, dass wir für die unter diesen Umständen angefertigten Kleidungsstücke und Accessoires teilweise viel Geld auf den Tisch legen! Sie werden uns als „hochwertige Marken“ verkauft. Namenhafte Modeunternehmen verkaufen uns Kleidungsstücke etc. für 60€ … eingekauft wurde jedoch für unter 10€.

Nun mag der ein oder andere jedoch einwenden, dass die Armut in diesen Ländern schlimmer wird, wenn wir die dort gefertigten Produkte boykottieren. Ja, das ist gut möglich und daher halte ich auch einen Boykott für nicht gut.

….und was kann ich dann tun?

Nutzt das Internet nicht nur für Euren Spaß, sondern recherchiert Hersteller/Marken, die fair und sozial-transparent produzieren. Wenn dann auch noch ökologische Rohstoffe verwendet wurden…. FEIN! Ich werde Euch hier auf diesem Blog immer wieder Hersteller vorstellen!

Ja, die so produzierten Produkte haben oftmals einen etwas höheren Preis. Jedoch kommt das Geld dann auch wirklich bei den Arbeitern und Arbeiterinnen an! Wenn wir uns hier in diesem so reichen Land über zu geringe Löhne beschweren, dann dürfen wir die Ausbeuter in anderen Ländern nicht unterstützen!

Kauft Euch EIN oder ZWEI gut ausgewählte Dinge – Lieblingsstücke, wenn Ihr so wollt. Freut Euch daran und pflegt die Sachen. Auch so könnt Ihr Geld sparen!

Meine Tasche

Mein neuer Alltagshelfer ist übrigens ein Rucksack geworden. Gefunden habe ich ihn bei melawear (www.melawear.de). Ein Unternehmen, das zwar in Indien produziert aber soziale Standards umsetzt. Geworben wird außerdem mit ökologischen Rohstoffen, die fair gehandelt wurden. Gekostet hat sie übrigens 79,90€ (Ihr findet sie hier: https://www.melawear.de/rucksack/rucksack-ansvar-ii/a-148/).

Fazit

Natürlich schmeiße ich jetzt nicht all meine alten Taschen weg! Neuanschaffungen, werden ab jetzt jedoch genauer unter die Lupe genommen. Das gute Gefühl, etwas für Umwelt und Mensch getan zu haben, gibt es übrigens gratis dazu 🙂

Einen kleinen Wehmutstropfen habe ich jedoch: Meist gibt es diese Produkte bisher nur online zu kaufen. Die Hersteller haben ihre eigenen Shops im Internet und verkaufen so direkt – ohne Aufschläge für Handel und Vertrieb. Dies jedoch unterstützt nicht gerade die lokale Wirtschaft! Es wird also Zeit, dass diese fairen Marken Einzug in unsere lokalen Läden finden!

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