SO bin ich gerne auf dem „Holzweg“

ICH GESTEHE … auch im Jahre 2018 zähle ich zu den Handzahnbürsten-Nutzern! 😉 Elektrische Zahnbürsten haben für mich ZWEI entscheidende Nachteile: Sie haben einen Akku, den ich aufladen muss (und das vergesse ich ständig) UND sie sind aus Plastik! Bevor es jetzt Kritik wie zum Beispiel „Aber Handzahnbürsten sind auch aus Plastik!“ hagelt:

Ja, normalerweise schon! ABER es gibt Alternativen!

Auf eine Alternative bin ich in der eve-Zeitschrift (im Bioladen Eures Vertrauens erhältlich) gestoßen. Ein kurzer Artikel stellte die Firma „Hydrophil“ (www.hydrophil.com) vor und versprach: „wasserneutral, vegan & fair“. Neugierig stöberte ich im Onlineportal der Firma und stellte dann außerdem erfreut fest, dass es eben diese Zahnbürsten auch auf  „https://shop.original-unverpackt.de“ zu kaufen gibt (ob am Standort in Berlin oder online, hier gibts tolle Produkte mit möglichst wenig Verpackung!).

Seither ist ein Monat vergangen und ich erlaube mir ein erstes Fazit

Das erste Putzen mit der neuen Zahnbrüste aus Bambus war sehr seltsam, denn obwohl die Stärke mit „medium“ bezeichnet wird, sind die Borsten deutlich weicher als die einer vergleichbaren „herkömmlichen“ Zahnbürste. Automatisch begann ich, achtsamer zu putzen! Ich wollte ja schließlich nicht zuviel Druck auf meine Zähne und das Zahnfleisch ausüben! Für mich ein entscheidender Vorteil (den ich wohl auch mit einer weichen Plastikbürsten erreicht hätte). Es fühlt sich für mich so an, als wären die Borsten deutlich flexibler und putzen daher besser am Zahnfleischrand.

Natürlich schmecke ich eine leichte Holznote im Mund, das empfinde ich jedoch nicht als störend. Das Stilende ist mit einer farblichen Beschichtung versehen, welche die Zuordnung erhleichtert UND verhindert, dass das Holz aufquillt, wenn die Zahnbürste hochkant im Putzbecher gelagert wird.

Besonders witzig: Es gibt auch Kinderzahnbürsten mit farbigen Borsten. Diese habe ich für unsere kleine Dame direkt mit bestellt und sie nutzt sie auch wirklich gerne. Sie hat nun mit ihren knapp 14 Monaten vier Zähnchen und beißt bisher eigentlich mehr auf den Borsten herum, als wirklich selbst zu putzen. Dies sieht man den Borsten allerdings überhaupt nicht an! Weder franst oder zerdrückt sich da etwas … die Qualität überzeugt mich absolut!

FAZIT

Die Qualität ist wirklich super und ein gutes Gefühl/Gewissen gibt es gratis dazu. Ich ganz persönlich freue mich über einen weiteren Pluspunkt: Weniger Zahnfleischbluten! Warum das so ist, weiß ich nicht. Aber es ist definitv bei mir besser geworden!

 

Faire Taschen machen doppelt glücklich

Taschen… die wahren Alleskönner! Sie verstauen – gefühlt – einen halben Hausstand, lassen die am Buffet aufgefüllten Vorratsdosen prima verschwinden und sind ein adäquater Shopping-Ersatz, wenn mal wieder keine passenden Schuhe zu finden sind…. 😉 So, damit haben wir gleich zu Beginn alle Klischees bedient 😉

Wer sich jedoch schon einmal mit einer (viel zu kleinen) Handtasche, einem Beutel (für alles,  was nicht in die Handtasche passte), einer Wickeltasche und einem MaxiCosy (inkl Kind) bepackt, den Weg vom Auto zur Krabbelgruppe bahnen musste, der weiß, wie unverzichtbar eine richtig gute Tasche ist! Für mich muss sie praktisch sein, darf nicht zu viele kleine Staufächer haben und sollte das innere Volumen eines amerikanischen Kühlschrankes haben … und dabei schlicht aussehen. Diese Kriterien machen das Finden eines passenden Alltagshelfers schon nicht einfach … allerdings sollten beim Kauf dieses Mal noch ein paar – für mich – wichtige Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Fair gehandelte Rohstoffe
  • Ökologisch
  • sozial-transparente Produktion

Warum?

Viel zu oft leben und konsumieren wir hier auf Kosten der Arbeiter in beispielsweise Indien. Die Menschen dort bekommen oft nur ein winziges Gehalt und arbeiten mehr als 10 Stunden am Tag. Pausen, Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall? Fehlanzeige. Bei Krankheit droht sogar Verlust des Arbeitsplatzes und damit noch bittere Armut als zuvor.

Was ich jedoch daran noch perfider finde ist, dass wir für die unter diesen Umständen angefertigten Kleidungsstücke und Accessoires teilweise viel Geld auf den Tisch legen! Sie werden uns als „hochwertige Marken“ verkauft. Namenhafte Modeunternehmen verkaufen uns Kleidungsstücke etc. für 60€ … eingekauft wurde jedoch für unter 10€.

Nun mag der ein oder andere jedoch einwenden, dass die Armut in diesen Ländern schlimmer wird, wenn wir die dort gefertigten Produkte boykottieren. Ja, das ist gut möglich und daher halte ich auch einen Boykott für nicht gut.

….und was kann ich dann tun?

Nutzt das Internet nicht nur für Euren Spaß, sondern recherchiert Hersteller/Marken, die fair und sozial-transparent produzieren. Wenn dann auch noch ökologische Rohstoffe verwendet wurden…. FEIN! Ich werde Euch hier auf diesem Blog immer wieder Hersteller vorstellen!

Ja, die so produzierten Produkte haben oftmals einen etwas höheren Preis. Jedoch kommt das Geld dann auch wirklich bei den Arbeitern und Arbeiterinnen an! Wenn wir uns hier in diesem so reichen Land über zu geringe Löhne beschweren, dann dürfen wir die Ausbeuter in anderen Ländern nicht unterstützen!

Kauft Euch EIN oder ZWEI gut ausgewählte Dinge – Lieblingsstücke, wenn Ihr so wollt. Freut Euch daran und pflegt die Sachen. Auch so könnt Ihr Geld sparen!

Meine Tasche

Mein neuer Alltagshelfer ist übrigens ein Rucksack geworden. Gefunden habe ich ihn bei melawear (www.melawear.de). Ein Unternehmen, das zwar in Indien produziert aber soziale Standards umsetzt. Geworben wird außerdem mit ökologischen Rohstoffen, die fair gehandelt wurden. Gekostet hat sie übrigens 79,90€ (Ihr findet sie hier: https://www.melawear.de/rucksack/rucksack-ansvar-ii/a-148/).

Fazit

Natürlich schmeiße ich jetzt nicht all meine alten Taschen weg! Neuanschaffungen, werden ab jetzt jedoch genauer unter die Lupe genommen. Das gute Gefühl, etwas für Umwelt und Mensch getan zu haben, gibt es übrigens gratis dazu 🙂

Einen kleinen Wehmutstropfen habe ich jedoch: Meist gibt es diese Produkte bisher nur online zu kaufen. Die Hersteller haben ihre eigenen Shops im Internet und verkaufen so direkt – ohne Aufschläge für Handel und Vertrieb. Dies jedoch unterstützt nicht gerade die lokale Wirtschaft! Es wird also Zeit, dass diese fairen Marken Einzug in unsere lokalen Läden finden!

5 Tage fasten – eine köperliche und mentale Erfahrung

Als ich vor einigen Jahren das erste Mal versucht habe, während der üblichen Fastenzeit (zwischen Karneval und Ostern) auf selbst gewählte Dinge zu verzichten (Süßigkeiten, Fastfood, Kaffee) scheiterte ich kläglich. Nach drei Wochen saß ich heulend vor dem Kühlschrank – im Kampf mit meinem Herz und meinem Kopf. Was ich damals schon salopp formulierte ist mir jedoch erst jetzt – nach einer „erfolgreichen“ Fastenwoche – wirklich klar geworden.

„Ich bin halt ein Genussmensch und der braucht ab und an eine kleine Sünde.“

Nun ja, wie schon erwähnt, habe ich es dieses Jahr „geschafft“. Ich habe dabei nicht nur auf gewisse Lebens-/Genussmittel verzichtet, sondern gänzlich auf feste Nahrung und Kaffee. Als ich meinem Mann von diesem Plan erzählte fragte er übrigens, wo ich während dieser Zeit leben wolle…. 😉

Warum das alles?

Ich habe das Fasten gewählt, da ich nach meiner Schwangerschaft und der einjährigen Stillzeit etwas zur „Reinigung“ meines Körpers tun wollte. Nun ist wissenschaftlich belegt, dass es so etwas wie „Schlacke“ im Körper nicht gibt … und doch denke ich, dass eine gewisse „Reinigung“ eintritt, wenn man für einige Zeit mal viel trinkt und gewisse Lebensmittel vom Plan streicht.

Körper und Geist sollten die Gelegenheit bekommen, sich komplett frei machen zu können und die vergangene Zeit abschließen. Beide haben in der Vergangenheit ein Kind erschaffen, mit Leben erfüllt und ernährt – eine Höchstleistung.

Außerdem hatte ich festgestellt, dass ich gegenüber einigen Lebens- und Genussmitteln abgestumpft war. Der tägliche Cappuccino gehörte einfach zum Tag, darauf gefreut habe ich mich nicht mehr so richtig. Ähnlich erging es mir mit Schokolade. Ich aß sie einfach – wir reden hier jedoch von GENUSSmitteln (also Dingen, die genossen und zelebriert werden wollen!). Mal ganz ehrlich, wann hast Du das letzte Mal am Kaffee/Tee gerochen, bevor Du ihn getrunken hast? Oder das Stück Schokolade langsam auf der Zunge zergehen lassen? Bei mir war das lange her.

Und so lief es ab

Am 2. Februar 2018 legte ich zunächst mit einem „Detox-Shake“ zwei Mal täglich los. Ansonsten veränderte ich nichts. Der Shake besteht aus Zeolith und Flohsamenschalen … naja lecker ist anders. Wichtig dabei ist eigentlich nur, dass man beide Zutaten mit lauwarmen Wasser (200ml) mixt und trinkt. Auf keinen Fall abstellen, sofort trinken! Dann nochmals 300ml lauwarmes Wasser hinterher und das war es. Morgens und abends.

Am Aschermittwoch ging es dann mit den fünf „Entlastungstagen“ los. Also Tage mit gesunder Schonkost. Das klappte – bis auf zwei Ausnahmen – ganz gut … naja ich hatte mir einen grippalen Infekt eingefangen und mir war ohnehin nicht so nach essen.

Dann folgten fünf Fastentage. Für mich die größte Herausforderung.

Der erste Tag rannte an mir vorbei. Ich hatte weder Hunger noch Appetit. Fein! Tag zwei war da schon etwas kniffliger – aber auszuhalten! Kein Hunger aber etwas Appetit.

Am dritten Tag dann ging es los. ICH WOLLTE ESSEN! Zwar plagte mich (noch) nicht der Hunger ABER die Lust auf Essen! Wie gerne ich koche, abschmecke und improvisiere ist mir da erst wirklich klar geworden. Normalerweise öffne ich den Kühlschrank und dann geht das bunte Kochen los! Es ist keine Seltenheit, dass dann plötzlich ein 3-Gänge-Menü mit vielen Leckereien aber auch viel Gemüse und Obst vor mir steht! Und dabei ganz wichtig für mich: Ich liebe es für meine Familie zu kochen ABER ich koche auch für mich ganz allein sehr gerne! Oh diese Euphorie, wenn es ums Kochen geht, die war am dritten Tag spürbar – in all meinen Fasern! Natürlich wollte ich meine Familie nicht auch zum Fasten verdonnern, also kochte ich dennoch für sie – ohne abzuschmecken. Naja, sagen wir es so: Nicht allen hat es geschmeckt.

Tag 4: HUNGER! Vom frühen Morgen an hätte ich futtern können wie ein Weltmeister! Zwar knurrte mein Magen nicht aber schon der Geruch von Lebensmitteln machte mich wahnsinnig. Ja, ich roch wieder! Der Kaffee meines Mannes morgens duftete wieder! Die Mahlzeit meiner Tochter roch wieder intensiv nach ihren Zutaten … wunderbar! Das war es, was ich vermisst hatte! Warum es zuvor verloren ging, weiß ich nicht. Doch von jetzt an wurde es für mich schwer! Mein Kopf sagte: Du hast Dein Ziel erreicht, kannst jetzt aufhören. Mein Herz sagte: Du hast Dir nichts zu beweisen, hier ist kein Wettbewerb und Du hast es Dir verdient! Warum ich dennoch nicht aufgehört habe? Ich wollte wissen, was da noch kommt!

Der fünfte Tag dann war voller Erkenntnis und dem Wunsch, endlich das Fasten zu beenden! Jedoch der Reihe nach. Den ganzen Tag über hatte ich absolut keinen Hunger! ABER es war ein sehr trubeliger Tag. So, wie mein ganz normaler Alltag eben ist. Derzeit bereite ich meinen beruflichen Neustart vor und da stehen viele Termine an. Termine, die Spaß machen und meine volle Konzentration fordern. Außerdem bin ich Mama und Ehefrau in einer eher konservativen Familie. Ich bin sehr fein damit und liebe meine Aufgaben…. aber sie fordern eben auch! Was ich erkannte: Das Fasten hat mir geholfen, wieder mehr zu genießen ABER es passt nicht in meinen Alltag! Hier brauche ich Energie.

Außerdem zähle ich zu den Menschen, für die das Kochen und Essen zur Selbstfürsorge gehört. Nichts ist so wichtig wie gutes/gesundes Essen! Was wir zu uns nehmen hat direkt Auswirkung auf unser Leben, unsere Zellen, unseren Energiehaushalt und Wohlbefinden. Indem ich nicht mehr für mich gekocht habe fehlte mir ein großes Stück meiner Selbstfürsorge! Die übrige Zeit wollte/konnte ich auch nicht wirklich für andere Dinge verwenden. Ab der zweiten Hälfte der Fastenzeit wurde ich unruhig. Ich WOLLTE diese Zeit fürs Kochen und Essen verwenden.

Was ich noch bemerkt habe

Mir fehlt die Leichtigkeit. Normalerweise liebe ich es, mich für meine Tochter total zu blamieren. Verrückte Dinge tun, damit sie lacht und sich so richtig freuen kann. Genau dafür fehlte mir die Energie. Jeden Abend wollte ich unbedingt, dass sie endlich schläft. Ich wollte den Tag hinter mir haben und endlich die nächste Suppe oder den nächsten Saft trinken. Dabei fehlte mir natürlich die Geduld für kleine Spielchen oder schlechte Laune.

Fazit

Körperlich hat das Fasten sicherlich sehr positive Auswirkungen auf mich gehabt. Doch die mentalen Nebenwirkungen waren weniger schön. Es war gut, diese Fasten-Kur auszuprobieren und so viele Dinge über mich zu erfahren. Zu lernen, dass ich eigentlich satt bin, für mich aber mit dem Kochen und Essen ein wichtiges mentales Grundbedürfnis befriedigt wird.

Das Leben auf dem Prüfstand … und plötzlich ist alles anders

Vor der Geburt meiner Tochter war ich Sport süchtig. Sechs mal in der Woche ging es entweder zum Lauf- oder Krafttraining. Vier Marathon, einige Halbmarathon und etliche „kleineren Läufe“ zwischen 2011 und 2016. Man könnte sagen: Ich war topfit. Mehr noch, der Sport war mein Ventil für den Alltag. Regelmäßig powerte ich mich aus um mich wieder zu spüren. Während der Schwangerschaft dann der Wendepunkt: Recht bald konnte nicht mehr joggen. Das Krafttraining klappte nur noch mäßig, mir fehlte mein Ventil! Worüber sich vielleicht der ein oder andere freut, war für mich Stress pur!

Ich stürzte mich in die Arbeit. Im Betrieb standen gerade neue Projekte an und mein Engagement wurde gerne angenommen… bis zum ca. 7. Monat. Alles begann mit einer harmlosen Untersuchung. Es wurde eine kleine Verwachsung bei mir festgestellt, nichts Wildes. Von da an gab es jedoch keinen Tag mehr ohne Wehen und tiefe Müdigkeit. Zum Schluss verlor ich sogar deutlich an Gewicht – während der Schwangerschaft eben kein gutes Zeichen. Für mich war es immer wichtig, ein gutes Gefühl während der Schwangerschaft zu haben und das fehlte nun komplett. Die Kleine wurde immer unruhiger im Bauch, ich immer dünner und so entschloss ich mich zum Kaiserschnitt. Rückblickend eine der besten Entscheidungen.

Der Wendepunkt

Für fast jede Mutter ist die Geburt ihres Kindes wohl ein markanter Punkt im Leben. Zumindest bekomme ich immer wieder diesen Eindruck. Ich bilde da keine Ausnahme. In den ersten Wochen durchlebte ich ein wildes Gefühlschaos und stellte plötzlich meine bisherigen Ansichten heftig in Frage. Zunächst wehrte ich mich dagegen, doch das machte es noch schlimmer. Tagträume und Tränenausbrüche sind wirklich keine charmanten Alltagsbegleiter.

Auf dem Prüfstand

Zusammengefasst bestand mein Vor-Schwangerschafts-Alltag aus viel Arbeit, Workout bzw. Wettkampfvorbereitung und Kosmetik-Shopping. Mit einigen Freunden teilte ich meine Sport-Leidenschaft, mit den anderen das Shopping. Gesprächsthemen und jede Menge Spaß gab es immer! Susann immer mittendrin. … und dann findest Du Dich irgendwann im Wald wieder – die kleine Dame (2 Monate jung) schlummert sanft im Tragetuch vor Deiner Brust und plötzlich laufen die Tränen über Dein Gesicht … Dir wird klar, dass Dich der ganze SchnickSchnack nicht mehr interessiert.

„Das ist nur eine Phase. Das kommt wieder.“ …. mag sein, aber will ich das überhaupt?

Wer bist Du – Wer willst Du sein?

Bis zum Zeitpunkt der Geburt war ich davon ausgegangen, dass ich so weiter machen würde, wie bisher. Doch plötzlich fühlte sich der Gedanke seltsam an, jeden Sonntag 5 Uhr 3 Stunden durch den Wald zu laufen oder an fünf weiteren Tagen in der Woche mich mehrere Stunden im Training auszupowern. Davor natürlich 8-9 Stunden arbeiten … naja und die Kleine geht zur Tagesmutter. Ich möchte damit ausdrücklich nicht die Eltern schlechtreden, die das so tun! Es passte nur eben für MICH nicht. Mein bisheriger Lebensweg war gut, wie er eben GEWESEN WAR …

Diese Einstellung bedeutete jedoch auch, dass plötzlich alles, was mich vorher ausgemacht hat weg war! Automatisch lösten sich einige Freundschaften bzw. distanzierten sich etwas. Von da an nahm alles seinen Lauf … Kinder sind wie kleine Spiegel. Ihr Verhalten, ihre Angewohnheiten, Ängste und Vorurteile haben zumindest ihren Ursprung bei uns Erwachsenen. Später machen die Kleinen dann selbst etwas daraus aber die Basis legen wir. Was also, möchte ich meiner Tochter vorleben?

Als ich begann, mein bisheriges Leben zu sortieren, fiehl mir auf, wie viel Lippenstifte, Nagellacke und Lidschatten ich besaß. Teuerste Marken waren darunter. „Wieviel Tierleid liegt jetzt wohl vor mir?“ Ich begann online zu recherchieren und war schockiert.

WIR SIND HIER AUF DIESER ERDE NUR ZU GAST! Warum benehmen wir uns also, als gehöre uns alles? Wir verbrauchen und verwüsten. Wir benutzen und zerstören. UND: Wir verschwenden uns selbst. Das hat für mich rein gar nichts mit Selbstbewusstsein, Unabhängigkeit und Freiheit gemeinsam! Eher genau das Gegenteil! Wir definieren uns über die neuste Kleidung, das ausgefallenste Make-Up und das schnellste Auto. Abhängigkeit pur.

Wofür ich heute stehe – und was Ihr hier künftig erwarten dürft

  • Faire, moderne Mode, tierversuchsfreie Kosmetik, weniger Plastik im Alltag
  • große und kleine Gedanken einer „Workingmom“
  • Alltagstaugliche Tipps für einen gesünderen Lebensstil

So geht es weiter

In der Zeit der Schwangerschaft und des Stillens hat mein Körper oft nicht die Aufmerksamkeit erhalten, die er verdient hätte. Schließlich hat er dieses wunderbare Geschöpf geschaffen und ernährt, welches gerade jetzt – wo ich diese Zeilen schreibe –  friedlich in seinem Bettchen schlummert. Daher widme ich den Februar 2018 einer kleinen „Detox“- und „Selbstfürsorge“-Kur um dann frisch in den März und einen neuen Lebensabschnitt zu starten … denn ab März geht es für mich zurück ins Berufsleben (mit neuen spannenden Aufgaben *freu*).

Fazit

Es lohnt sich, ab und an die eigenen Überzeugungen, Lebensweisen und Taten auf den Prüfstand zu stellen. Traut Euch!!

Lieber Leser, danke, dass Du Dir bis hierhin Zeit genommen hast! Vielleicht stehst Du gerade selbst an einem Wendepunkt und suchst Impulse für eine neue Zeit. Wenn ja, dann hoffe ich, Du bist hier fündig geworden. Möglicherweise ist es auch interessant für Dich, wie ich mit Hilfe einer kleinen „Detox“- und „Selbstfürsorge“-Kur den Übergang in eine neue Zeit geschaffen habe. Schaue daher gerne regelmäßig vorbei, denn  ich werde berichten. 🙂

Zeit haben … oder Zeit nicht haben… das ist hier die Frage

Seit Wochen hänge ich nun an diesem Post. Es soll um die Zeit gehen. Um die Zeit, die die meisten Menschen mit Plänen und Listen (ich bin ein bekennender To-Do-Listen-Verweigerer) verbringen. Damit, die Welt zu sortieren und immer noch mehr Projekte zu erledigen. Stillstand bedeutet Rückschritt … Wer rastet, der rostet… etc. Es sollte darum gehen, sich fürs „Nichtstun“ mal Zeit zu nehmen. Denn wir haben Zeit! Jeden Tag aufs neue. Doch wir setzen unsere Prioritäten meist so, dass wir unsere Zeit für andere/“wichtigere“ Dinge verwenden.

Im Job übernehmen wir auch noch das dritte Projekt in der Woche – man muss ja zeigen, was man kann! Außerdem ist es in unserer Berufswelt auch immer wieder notwendig geworden, sich zu beweisen. Die Angst, den Job zu verlieren ist einfach zu groß. Und dass, obwohl ein Mitarbeiter, der entspannt seiner Arbeit nachgehen kann – ganz ohne Zukunftsängste – meist die besten Ergebnisse bringt. So ist es zumindest bei mir und vielen Menschen, die ich kenne.

Naja und im Urlaub wollen wir dann die Welt sehen. Fünf Städte in drei Tagen. Hier noch eine Safari und da noch ein Tauchausflug. Party. Und dann ganz wichtig: SHOPPING! Fürs „Nichtstun“ bleibt da keine Zeit übrig. Sich hinsetzen und gnadenlos Löcher in die Luft starren. Den eigenen Gedanken mal zuhören (und sich wundern, was die so alles von sich geben…), das Rauschen in den Ohren mal wieder wahrnehmen und sonst nichts.

Ich frage mich, ob es die Kenntnis unserer eigenen Vergänglichkeit ist, die uns so umtreibt. Als wäre das Leben kürzer, wenn man nur ein wenig lansamer voranschreiten. Als würden wir wichtige Dinge verpassen, wenn wir sie nur etwas langsamer angehen. … ist nicht meist das Gegenteil der Fall?! Allerdings werde ich an dieser Stelle nicht die Menschen glorifizieren, die zu Lasten anderer langsamer bzw. gar nicht voranschreiten! Dies hat für mich nichts mit erholsamen Nichtstun zu tun, vielmehr mit achtlosem und respektlosem Verhalten!

Tja, darum sollte es eigentlich gehen … aber was soll ich sagen … ich wollte mir dafür einfach keine Zeit nehmen! Derzeit durchlebt die kleine Dame den nächsten Entwicklungssprung und das ist verdammt spannend! Neue Gesichtszüge entwickeln sich, ihre Gestik und Mimik werden feiner. Sie äußert schon deutlich, was sie mag und was nicht. Kommunikation, die ich verstehe! Ach herrlich. Ich verbringe so manche Minute damit, sie einfach nur zu beobachten (und freue mich dann riesig, wenn sie es bemerkt und mich spontan ganz feste in den Arm nimmt… hach….).

… und da soll ich dann einfach aufstehen und mich an den PC klemmen um diesen Text zu schreiben? Nein, sorry. So, und daher endet dieser Text hier schon… denn es ist spät und nun ist mir nur noch eines wichtig: SCHLAF. Denn auch während dieses Entwicklungssprungs sind die Nächte wieder unruhiger.

Mein Fazit

Zeit haben wir alle! Wofür wir sie verwenden, liegt bei uns!

 

Spielfarbe selbstgemacht

Meine kleine Dame und ich probieren gerne Neues aus! Spielend sich selbst neu erfahren und dabei möglichst viel Chaos verbreiten! Toll!

Wichtig ist mir dabei, dass sich die Kleine nicht ernsthaft verletzen kann. Beim Malen hatte ich daher bisher etwas Bedenken, da die Farben häufig giftig sind und hier einfach alles im Mund landet. Die Biofarben sind mir bisher etwas zu teuer, da wir ganz sicher einen hohen Verbrauch haben …..😂

Die Lösung: Lebensmittelfarbe!

Einfach die Farbe in 100ml lauwarmen Wasser auflösen und 4-5 EL Mehl dazugeben. Schon fertig. Nun kann nach Lust und Laune gekleckst, gemanscht und ausprobiert werden. …und wenn davon etwas im Mund landet, ist das nicht schlimm (sofern keine Allergie besteht!)

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