Ernährung für Kinder: Die Angst vor dem Dicksein

 

Aus eigenem Interesse klickte ich mich neulich durch die Eltern- und Baby-Foren im Netz. Es ging mir darum zu recherchieren, ob das Essverhalten meiner 10 Monate alte Tochter auch anderen Eltern bekannt ist. Was ich jedoch erfuhr war, dass schon Eltern von 4 bis 6 Monate alten Kindern vor der Erziehung ihres Kindes zu einem“Fresser“ gewarnt werden. Da raten User den Hilfesuchenden dazu, ihren Kindern die Nahrung zu verweigern um das Überdehnen des Magens zu vermeiden. Es wäre schlichtweg „nicht normal“, wenn ein Kind nach einem Gläschen Brei auch noch (Mutter-)Milch wünscht.

Als Neu-Mama bin auch ich unsicher, ob mein Handeln sich negativ auf meine Tochter auswirken könnte. Denn schließlich habe ich bei der Geburt keine Gebrauchsanweisung für mein Mädchen-Exemplar erhalten. 😉 Aber wie tief muss die Angst davor sitzen, ein dickes Kind zu bekommen um solche Ratschläge ernst zu nehmen? Berücksichtigen diese Aussagen doch in keinster Weise die individuellen Wachstums- und Entwicklungsphasen der Kinder.

Für uns lag die Lösung im „Baby led weaning“. Hierbei gibt es statt Brei mundgerechte, weiche Lebensmittel. Die Kleinen greifen und hantieren selbst und lernen dabei auf spielerische Weise das Essen. Natürlich landet dabei anfangs mehr auf dem Fußboden als im Magen (eine Bürostuhlmatte unter dem Hochstuhl hat sich als sehr hilfreich erwiesen). Wir stillen außerdem noch weiter und so ist auch der hartnäckigste Hunger schnell vorbei 🙂

Was ich dabei erkannt habe, hat mich überrascht. Die Feinmotorik hat sich enorm entwickelt und sie isst WENIGER ABER VIELFÄLTIGER! Ob Brokkoli, Blumenkohl, Möhren, Gurke, Süßkartoffel, Würstchen, Joghurt, Brot, Nudeln .. sie ist neugierig und probiert alles aus. Natürlich gibt es dabei ein paar Dinge zu beachten. Mir hat dabei der Guide von miniand.me weitergeholfen.

Fazit

  • Unsicherheit mit dem eigenen Kinderarzt besprechen. Er kennt das Kind und berücksichtigt auch die individuellen Befindlichkeiten.
  • Alternative Methoden ausprobieren. Manchmal blicken wir zu lange auf die vermeintliche Lösung und bemerken gar nicht, dass es noch eine zweite Möglichkeit gibt
  • Auch mit „Überwachung“ kann ein Kind dick werden! Die Gründe können dabei vielfältig sein! Es gibt einfach keine „richtige“ (=schlank) bzw. „falsche“ (=dick) Figur.

ABER

Was ich jedoch wirklich gerne vermeiden möchte ist, dass meine Tochter irgendwann auftretenden Frust mit Essen „bekämpft“ oder den Nahrungsmitteln keine Wertschätzung mehr entgegenbringt und wahllos futtert. Beides sind jedoch  gelernte Verhaltensmuster. Hierbei sollten wir Erwachsenen uns fragen, wie wir uns in den betreffenden Situationen verhalten.

… wieder eine tolle Möglichkeit für uns zu lernen und zu wachsen.

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